Dieses Interview wurde aus dem Italienischen übersetzt. Zum italienischen Originalinterview.
Fabio Giudici wohnt ein paar Kilometer von Como in der Lombardei entfernt und läuft inzwischen seit über zwanzig Jahren. Mit seinen 42 Jahren trainiert er jeden Tag etwa anderthalb Stunden und kommt so auf rund 100 Kilometer pro Woche. Beim Valencia-Marathon 2025 blieb er nach drei Jahren Anlauf mit 2:29:26 zum ersten Mal unter 2:30 Stunden. Sein nächstes Ziel ist ein Halbmarathon unter 1:10 Stunden.
Dies hier ist das zweite Interview unserer Reihe mit Tredict-Athleten und -Trainern aus aller Welt.
Schaue Dir das erste Interview mit Doug Jones aus Kalifornien an, einem „Tredict powered coach“.
Ich habe Fabio gebeten, von sich zu erzählen und warum er Tredict seit November 2021 nutzt.
Erzähl uns von Dir: Woher kommst Du, und welchen Platz nimmt das Laufen in Deinem Leben ein?
„Hallo zusammen, ich heiße Fabio und wohne ein paar Kilometer von Como (Lombardei, Italien) entfernt. Ich laufe seit über zwanzig Jahren, Wettkampfsport mache ich sogar schon länger. Sport ist für mich eine Konstante, in der ich Zuflucht finde und in die ich Ehrgeiz, Träume und Wünsche stecke, also Dinge, die Hingabe, Beständigkeit und Einsatz verlangen. Im Moment ist das Laufen mein einziger Sport. Ich widme ihm jeden Tag etwa anderthalb Stunden, so kommen rund hundert Kilometer pro Woche zusammen. Es ist der erfüllendste und zugleich anstrengendste Teil meines Tages … auch wenn ich mich unterwegs manchmal frage, warum ich mir mit 42 diese ganze Schinderei eigentlich noch antue."
„Wenn man so lange dabei ist, sammelt man natürlich viele Erinnerungen, und ich hoffe, dass mir die meisten erhalten bleiben. Am liebsten denke ich aber an den Valencia-Marathon 2025 zurück, den ich mit dem Team von SportsShoes gelaufen bin. Drei Jahre lang hatte ich versucht, unter 2:30 Stunden zu laufen, und in Valencia hat es endlich geklappt: Im Ziel habe ich die Uhr bei 2:29:26 Stunden gestoppt. Genauso wenig vergessen werde ich wohl, dass ich ein Jahr zuvor beim Frankfurt-Marathon bei Kilometer 30 ausgestiegen bin. Aus Niederlagen lernt man eben mehr als aus Siegen."
„Ich bin seit November 2021 bei Tredict (ich habe extra nachgeschaut, dafür musste ich nur unter Auswertung und dann Form durch die Timeline scrollen), und obwohl ich zwischendurch ein paar andere Plattformen ausprobiert habe, bin ich immer wieder zu Tredict zurückgekommen. Nach dem Training übertrage ich die Daten von meinen Geräten und schaue sie mir in Tredict an statt in der App des Herstellers, weil ich die Oberfläche viel schneller und besser anpassbar finde. Ich habe mir genau die Werte zusammengestellt, die ich auf einen Blick sehen will, und sie sind immer sofort zur Hand. Merke ich im Laufe einer Trainingsphase, dass ich einen Wert gar nicht brauche, mir dafür aber ein anderer fehlt, ist das mit ein paar Klicks erledigt. Dazu kommt, dass Tredict mit zahlreichen, ich würde sogar sagen „fast allen“, Hardware-Herstellern kompatibel ist. Das macht mich unabhängig von deren eigenen Plattformen. Und weil es keinen Social-Bereich gibt, bleiben mir Ablenkungen und Suchtfallen erspart."
Einige Details der Aktivität des Valencia-Marathons in Tredict. Fabio lief hauptsächlich im moderaten Herzfrequenz-Intensitätsbereich mit Tendenz zum hohen, was an den orangen und roten Markierungen zu erkennen ist. Eine echte Marathon-Wettkampf-Intensitätsverteilung.
„Ja, das ist eine der Funktionen, auf die ich meine Analysen stütze. Und besonders genau schaue ich sie mir regelmäßig dann an, wenn ich die Intensität mal wieder falsch dosiert habe. Ich bilde mir ein, im Training immer ziemlich aufmerksam und konzentriert zu sein und zu wissen, was ich tue und was ich zu tun habe. Aber manchmal prallen Plan und Realität hart aufeinander, und dann gehe ich die Daten hinterher noch einmal durch, um zu verstehen, was nicht funktioniert hat oder wo ich einen Fehler gemacht habe. Am nützlichsten überhaupt finde ich, wie schnell sich Diagramme erstellen lassen, sowohl auf den Seiten der einzelnen Trainingseinheiten als auch in der Auswertung. Die Diagramme geben mir einen sehr aufschlussreichen Gesamtüberblick, und darüber finde ich schnell zu den entscheidenden Momenten zurück."
Ist es Dir wichtig, dass Tredict aus Europa kommt, oder ist Dir das eher egal?
„Für mich ist dieser Punkt ganz entscheidend. Ich bin Informatiker und versuche seit einiger Zeit, mich nach und nach von Tools zu verabschieden, bei denen nicht klar geregelt ist, was mit den Daten passiert. Bei einem europäischen Anbieter fühle ich mich sicher, weil ich weiß, dass mit meinen Daten gewissenhaft umgegangen wird und meine Privatsphäre geschützt ist, gerade bei äußerst persönlichen Daten wie physiologischen Werten."
Hast Du in nächster Zeit Wettkämpfe geplant, oder lässt Du es im Moment etwas ruhiger angehen?
„Mein Ziel ist es im Moment, meine Halbmarathon-Bestzeit zu verbessern und unter 1:10 Stunden zu drücken. Gerade steige ich wieder in die anspruchsvollen Einheiten ein. Nach dem Valencia-Marathon bin ich eine Zeit lang etwas kürzergetreten. Ich hatte mich so lange darauf fokussiert, im Marathon unter 2:30 Stunden zu laufen, dass ich danach auch mental erst einmal richtig abschalten musste, bevor ich wieder konsequent trainieren konnte.
Einen konkreten Wettkampf, auf den ich jetzt hintrainiere, habe ich noch nicht festgelegt, weil ich den optimalen Zeitpunkt in meiner Vorbereitung erwischen möchte, und dabei helfen mir auch die Daten, die Tredict liefert."
Vielen Dank, Fabio, und viel Erfolg auf dem Weg zur 1:10!
Fabio ist auf Instagram erreichbar unter @ul_fabius.