Beatpace macht aus Deinem Tredict-Plan kadenzgebundene Musik zum Laufen

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Mit Beatpace werden Deine geplanten Tredict-Trainingseinheiten zu Musik, die Dich Abschnitt für Abschnitt begleitet. Das Tempo richtet sich dabei exakt nach Deiner Zielkadenz. Beatpace läuft in jedem Browser und nativ auf Garmin-Uhren mit Musikfunktion, sodass du dein Smartphone zu Hause lassen kannst.

Immer mehr unabhängige Dienste bauen auf der Tredict OAuth API auf. Beatpace ist einer davon. Das freut mich sehr. :-)

Besonders interessant finde ich Beatpace, weil die BPM, also das Tempo, der Musik an die in Tredict geplanten Trainingsabschnitte gekoppelt werden. Ich laufe tatsächlich oft mit Metronom, um eine ruhige, gleichmäßige Kadenz zu trainieren, die zu meinem geplanten Tempo passt. Mit Beatpace geht das jetzt noch besser. Eine wirklich tolle Idee.

Also, Beatpace erstellt Laufmusik, die Deinem Training folgt. Der Beat ist an Deine Kadenz gekoppelt, und jeder Abschnitt einer Einheit erhält sein eigenes Tempo: das Einlaufen eines, die Schwellenintervalle ein anderes. Beatpace greift dabei nicht einfach auf Songs aus einer Playlist zurück, sondern erzeugt die Musik selbst. Dadurch bleibt der Beat präzise und gerät nicht ins Schwanken.

Nachdem du Beatpace mit Tredict verbunden hast, liest der Dienst Deine geplanten Trainingseinheiten und strukturierten Workouts über die Tredict OAuth API aus. Anschließend erstellt Beatpace die Musik für jede Einheit direkt aus der Struktur des Workouts. Auf der Tredict-Seite von Beatpace wird genau erklärt, welche Daten gelesen werden und wie die einzelnen Trainingsschritte in Musik umgesetzt werden.

Beatpace wird von Runner Twelve AB aus Schweden entwickelt.

Ein in Tredict geplantes Workout und der daraus in Beatpace erzeugte Mix mit passender BPM-Kurve
Ein in Tredict geplantes Workout und der Mix, den Beatpace daraus baut. Die BPM-Kurve folgt der Struktur der Einheit, mit höherem Tempo in den Intervallen und ruhigem Tempo in der Erholung.
Warum funktioniert Beatpace so gut?

Beatpace nutzt die auditive-motorische Synchronisation: Der Fußaufsatz passt sich oft ganz automatisch einem gleichmäßigen Beat an, ohne dass man bewusst darauf achten muss. Damit das funktioniert, muss der Beat sauber und konstant sein. Genau dieses Problem löst Beatpace.

BPM-Angaben bei Streamingdiensten sind häufig ungenau. Und wenn ein Track im Refrain um ein paar BPM schneller oder langsamer wird, zieht er Deine Kadenz unweigerlich mit. Deshalb erzeugt Beatpace die Musik selbst: mit einem Beat, der sein Tempo hält und nicht plötzlich aussetzt. Auf typische Spannungsaufbauten und Drops wird bewusst verzichtet, weil sie gerade dann den Laufrhythmus stören können.

Aus jeder geplanten Einheit entsteht ein durchgehender Mix. Jeder Trainingsabschnitt erhält darin seine eigene, exakt passende BPM-Zahl, abgestimmt auf Deine Kadenz und die geplante Belastung. Beatpace verweist außerdem auf Forschungsergebnisse: Synchron zur Bewegung gespielte Musik kann bei Belastungen unterhalb der Maximalintensität die gefühlte Anstrengung um etwa 10 Prozent senken und dabei helfen, die Kadenz auch mit zunehmender Ermüdung stabil zu halten.

In die Beatpace-Planansicht übernommene geplante Tredict-Trainingseinheiten
Die Beatpace-Planansicht mit aus Tredict übernommenen Trainingseinheiten. Jedes Workout erhält einen eigenen Mix, der seiner Trainingsstruktur folgt.

Beatpace läuft in jedem Browser, also auf Smartphone, Tablet oder Computer. Zusätzlich gibt es eine Garmin Connect IQ App. Auf einer Garmin-Uhr mit Musikfunktion steuerst Du die Wiedergabe direkt am Handgelenk und kannst die Musik offline hören. Dein Smartphone kannst Du komplett zu Hause lassen.

Tredict und Beatpace verbinden

In Beatpace wählst Du Tredict als Quelle für Deinen Trainingsplan aus und startest die Verbindung. Beatpace leitet Dich zur Tredict-Autorisierungsseite weiter, dort erlaubst Du den Lesezugriff, und damit ist die Verbindung eingerichtet. Die Berechtigung kannst Du jederzeit direkt in Tredict widerrufen. Wenn Du die Verbindung trennst, löscht Beatpace die gespeicherten Zugriffstokens und Deine Athleten-ID.

Anschließend liest Beatpace Deine Liste geplanter Trainingseinheiten, die Struktur jedes Workouts einschließlich der Kadenz sowie die maximale Herzfrequenz aus Deinen Leistungsdaten. Beatpace schaut ungefähr zehn Tage voraus und hält Deine nächsten drei Einheiten fertig vorbereitet. Der Plan aktualisiert sich automatisch jeden Abend gegen 21 Uhr Deiner Ortszeit, bei jeder Synchronisierung Deiner Garmin-Uhr und immer dann, wenn Du in den Beatpace-Einstellungen auf „Plan jetzt synchronisieren" tippst.

Ein geplantes Tredict-Workout als abspielbereiter Mix in Beatpace
Ein in Tredict geplantes Workout, in Beatpace als Mix mit kadenzgekoppeltem Beat bereit zur Wiedergabe.
Wie Trainingsschritte zu einem kadenzgekoppelten Mix werden

Beatpace liest dieselben strukturierten Trainingsschritte, die Du in Tredict planst, und macht aus jedem davon einen Abschnitt im Mix:

  • Dauer: Die Dauer eines Trainingsschritts bestimmt unmittelbar die Länge des zugehörigen Musikabschnitts. Es wird nicht auf die Länge eines Songs gerundet.
  • Intensität: Beatpace liest das Ziel eines Schritts als Prozentsatz der in Tredict hinterlegten maximalen Herzfrequenz. Unter 80 Prozent gilt als Erholung, bis 92 Prozent als Belastung, darüber als hohe Intensität. Hat ein Schritt kein Herzfrequenzziel, ergibt sich die Intensitätsstufe aus seinem Typ. Einlaufen, Intervall, Erholung und Auslaufen landen also trotzdem an der richtigen Stelle im Mix.
  • Kadenz: Das Tempo folgt der in Beatpace eingestellten Grundkadenz in Schritten pro Minute und wird an die Belastung des jeweiligen Abschnitts angepasst. Gibt es im Trainingsschritt selbst ein Kadenzziel, hat dieses Vorrang.
  • Distanzschritte: Ein über Distanz definierter Schritt wird anhand des von Tredict dafür ermittelten Tempos in eine Zeitdauer umgerechnet. Der Musikabschnitt entspricht damit genau der Darstellung in Tredict.
  • Wiederholungen: Eine Wiederholung aus Intervall und Erholung wird im Mix als zusammengehörender Wiederholungsabschnitt umgesetzt.

Das funktioniert unabhängig davon, ob du die Einheit selbst planst, dein Coach sie erstellt oder ein KI-Assistent sie über den Tredict MCP Server oder das Tredict ChatGPT Plugin anlegt.

Autorenfoto von Felix Gertz
Felix Gertz
Felix ist Gründer und Entwickler der Ausdauersport-Trainingsplattform Tredict. Seit 2020 wird Tredict von Ausdauersportlerinnen, Ausdauersportlern und Coaches weltweit für Trainingsanalyse und Trainingsplanung genutzt.
verfasst am 31.8.2026, 10:15:00 von Felix Gertz